Vor der Nordwestküste Madagaskars, durch rund 8 km des Mosambikkanals vom Festland getrennt, ist Nosy Be eine vulkanische Insel von rund 320 km² Fläche, etwa 30 km lang und 19 km breit — ein Grund, warum sie die am besten erreichbare Ferieninsel des Landes ist. Ihr höchster Punkt, der Mont Lokobe, erreicht 450 Meter. Der Beiname „Parfüminsel" geht auf die Ylang-Ylang-Tradition der Insel zurück, deren Blüten bis heute durch die Herstellung ätherischer Öle einen Teil der lokalen Wirtschaft prägen.
Die frühesten belegten Bewohner Nosy Bes gehörten den Volksgruppen Antankarana und Zafinofotsy an, später von den Sakalava dominiert. Frankreich kolonisierte die Insel ab 1840 und gründete die Siedlung, die als Hell-Ville bekannt wurde — das heutige Andoany, die wichtigste Hafen- und Handelsstadt mit rund 109.465 Einwohnern laut Volkszählung 2018. Während des Russisch-Japanischen Krieges diente die Insel als Versorgungsstation für Russlands Zweites Pazifikgeschwader. Die Wirtschaft, einst auf Zuckerproduktion ausgerichtet, hat sich hin zum Ylang-Ylang-Anbau und zum Tourismus verschoben: Nosy Be gilt heute als Madagaskars meistbesuchtes Reiseziel und ist der einzige Ort des Landes mit großen All-inclusive-Resorts. Sonntagnachmittags lassen sich noch immer traditionelle Moraingy-Kämpfe beobachten, ein populärer Kampfsport entlang der gesamten madagassischen Küste.
Im Inselinneren liegen elf Kraterseen vulkanischen Ursprungs. Im Südosten wurde das Lokobe-Reservat 1927 als eines von Madagaskars fünf ursprünglichen strengen Naturreservaten eingerichtet und wird heute als Nationalpark (IUCN-Kategorie II) verwaltet. Es beherbergt Arten wie den Schwarzen Lemur, den Nosy-Be-Mausmaki, den Nosy-Be-Wieselmaki und das Nosy-Be-Pantherchamäleon, mehrere davon nur in diesem Teil des Landes vorkommend. Der Besuch erfolgt üblicherweise per traditionellem Einbaum vom Küstendorf Ambatozavary aus.
Nosy Be dient auch als Ausgangspunkt für einen kleinen Archipel benachbarter Inseln — Nosy Komba, bekannt für seine halbwilden Lemuren, Nosy Sakatia, Nosy Mitsio und das weiter entfernte Nosy Iranja —, die meisten davon per Tagesausflug mit Katamaran oder Schnellboot von der Westküste der Hauptinsel aus erreichbar.
An der Westküste liegen die gefragtesten Strände und Strandorte der Insel: Andilana im Norden, Madirokely — das wichtigste Nachtleben-Zentrum der Insel — und weiter südlich Ambatoloaka. CoveTrip deckt derzeit zwei dieser Strände ab: den ruhigen Andilana Beach und den belebteren Ambatoloaka Beach mit seinen zur Bucht ausgerichteten Restaurants und Bars, wo auch die Villa Les Orchidées liegt. Vor der Küste zählt das Meeresschutzgebiet Nosy Tanikely zu den beliebtesten Tauch- und Schnorchelgebieten der Region. Zwischen September und Dezember, mit Höhepunkt im Oktober und November, nähern sich junge Walhaie den Gewässern vor Nosy Be, um Plankton zu fressen; lokale Tauchanbieter organisieren Ausfahrten in kleinen Gruppen, um die Tiere möglichst wenig zu stören, und die Gewässer vor der Insel sind zudem Lebensraum des wenig erforschten Omura-Wals. Erwähnenswert: Die Korallenriffe rund um Nosy Be stehen laut Wikipedia unter Druck durch Verstädterung, Abwässer der Zuckerindustrie und unregulierten Tourismus — ein Kontext, den man im Hinterkopf behalten sollte, statt überall unberührte Riffe zu erwarten.
Nosy Be hat tropisches Savannenklima mit einer Regenzeit von Oktober bis Mai und einer Trockenzeit von Juni bis September; die Tagestemperaturen liegen das ganze Jahr über bei rund 30 °C. Die Trockenzeit wird meist für Tauchgänge bevorzugt, auch wenn die Walhai-Saison bereits in die Regenzeit hineinreicht. Der Flughafen Fascene (Code NOS) wird von Ethiopian Airlines, Airlink, Air Austral und saisonal von Neos aus Italien angeflogen. Wer auf dem Landweg vom Festland anreist, kann eine Schnellboot-Überfahrt zwischen dem Hafen Ankify und Hell-Ville nehmen, die rund 45 Minuten dauert. Auf der Insel selbst gibt es keine Ampeln — der Verkehr wird ausschließlich über Kreisverkehre geregelt.
Die Trockenzeit von Juni bis September bringt mildere Temperaturen und bessere Sicht beim Tauchen; zum Schwimmen mit Walhaien empfiehlt sich der Zeitraum Oktober bis Dezember, bereits innerhalb der Regenzeit, mit Höhepunkt im Oktober/November.
Mit dem Flugzeug über den Flughafen Fascene (NOS), angeflogen von Ethiopian Airlines, Airlink, Air Austral und saisonal Neos aus Italien; auf dem Seeweg mit einer rund 45-minütigen Schnellboot-Überfahrt zwischen dem Festlandhafen Ankify und Hell-Ville.
Lokale Tauchanbieter organisieren zwischen September und Dezember (Höhepunkt Oktober/November) Bootsausflüge zu den Futtergründen vor der Insel, wobei Regeln für kleine Gruppen gelten, um die Tiere nicht zu stören.
Andilana Beach und Ambatoloaka Beach, beide an der Westküste der Insel.