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Covetrip / Region / Furuzamami · Ama Beach · Nishibama

Kerama-Inseln

9 Strände Asien Aktualisiert Juni 2026

Die Kerama-Inseln bilden einen Archipel aus 36 Inseln im Ostchinesischen Meer, rund 40 km westlich von Naha, der Hauptstadt Okinawas. Nur vier sind bewohnt: Tokashiki, Zamami, Aka und Geruma. Zamami, Aka und Geruma bilden das Dorf Zamami (892 Einwohner, Stand Oktober 2020, 16,74 km²); Tokashiki, verteilt auf zehn eigene Inselchen, ist ein eigenständiges Dorf mit 718 Einwohnern zum selben Zeitpunkt. Seit dem 5. März 2014 stehen die umliegenden Gewässer und der Großteil des Archipels als Kerama-Shotō-Nationalpark unter Schutz.

Das Wasser, dem "Kerama Blue" seinen Namen verdankt

Das Meer hier trägt einen eigenen Namen. Laut der offiziellen japanischen Tourismusbehörde entsteht die türkise Klarheit des "Kerama Blue" durch mehrere Faktoren zugleich: Die Kuroshio-Strömung hält den Planktongehalt niedrig, und da keine der Inseln über einen nennenswerten Fluss verfügt, gelangt kaum Sediment ins Meer. Unter dieser klaren Oberfläche sind die Riffe für japanische Verhältnisse ungewöhnlich intakt — rund um die Kerama-Inseln wurden 248 Korallenarten erfasst, die meisten aus der Gattung Acropora —, und im November 2005 wurden zwei Gebiete (120 Hektar vor Tokashiki und Hanari sowie 233 Hektar zwischen Aka und Zamami) im Rahmen der Ramsar-Konvention als Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung eingetragen.

Ein endemischer Hirsch und Wale im Winter

An Land beherbergen die Inseln eine wirklich einheimische Art: den Kerama-Hirsch (Cervus nippon keramae), eine gefährdete Unterart, die von im frühen 17. Jahrhundert eingeführten Sikahirschen abstammt und heute nur noch auf Aka, Fukaji, Geruma und Yakabi vorkommt. Vor der Küste bringt der Winter Buckelwale, die etwa von Januar bis März oder Anfang April in die Gewässer der Kerama-Inseln ziehen — lange genug, dass sich rund um Zamami und Tokashiki ein kleiner Walbeobachtungs-Tourismus entwickelt hat.

Von den Ryukyu-Handelsrouten bis 1945

Die Geschichte der Inseln reicht zurück bis zum Königreich Ryukyu, als Seeleute aus Kerama als Navigatoren auf Handelsschiffen nach China dienten. Das jüngere Kapitel ist schwerer: Am 26. März 1945 landete die 77. US-Infanteriedivision auf den Kerama-Inseln und nutzte sie als Stützpunkt, wenige Tage vor der Hauptinvasion Okinawas. Zwei Tage später starben auf Tokashiki 394 Bewohner bei einem Massensuizid, der auf Befehl des japanischen Militärkommandos ausgeführt wurde — ein Ereignis, das Historiker als Vorläufer der größeren Gruppen-Selbsttötungen beschreiben, die in den folgenden Wochen auf der Hauptinsel Okinawa folgten, und dessen genaue Umstände weiterhin historisch umstritten sind. Auf Zamami kam es im selben Zeitraum zu vergleichbaren Ereignissen. Die Inseln blieben bis zur Rückgabe an Japan 1972 unter US-Verwaltung.

Anreise und beste Reisezeit

Die Anreise erfolgt per Fähre vom Tomari-Hafen in Naha: Die Standardfähre benötigt je nach Route etwa 1,5 bis 2 Stunden, die Schnellfähre etwa 50 Minuten bis eine Stunde; auf der Insel Fukaji liegt zudem eine kleine Landebahn, der Kerama-Flughafen, und Fähren verbinden die Inseln untereinander (Zamami–Aka etwa in 10 bis 15 Minuten). Der Tourismus — vor allem Tauchen, Schnorcheln und Walbeobachtung — beschäftigt heute rund 92 % der erwerbstätigen Bevölkerung Zamamis. Die Badesaison reicht grob von Mai bis Oktober; von Dezember bis März sinken Wasser- und Lufttemperatur unter 20 °C, und die meisten Besucher wechseln dann vom Strand zur Walbeobachtung.

Eine ehrliche Anmerkung sei erlaubt: Laut der Okinawa-Churashima-Stiftung, die die Riffe der Region überwacht, haben die Korallengemeinschaften sowohl auf der Hauptinsel Okinawa als auch auf den Kerama- und Yaeyama-Inseln in den letzten Jahren einen beispiellosen Rückgang erlebt, der auf die Erwärmung des Wassers zurückgeführt wird — eine Erinnerung daran, dass die Klarheit des Kerama Blue die Riffe nicht vor dem Klimawandel schützt.

Die CoveTrip-Berichterstattung über die Kerama-Inseln konzentriert sich derzeit auf den Furuzamami-Strand, den größten Strand auf Zamami und einen der am leichtesten zugänglichen Punkte des Archipels zum Schnorcheln am Riff.

Häufige Fragen

Wie kommt man von Naha zu den Kerama-Inseln?

Mit der Fähre vom Tomari-Hafen in Naha: Die Standardfähre braucht je nach Route 1,5 bis 2 Stunden, die Schnellfähre etwa 50 Minuten bis 1 Stunde. Es gibt zudem eine kleine Landebahn, den Kerama-Flughafen, auf der Insel Fukaji.

Wann ist die beste Zeit, um Buckelwale bei den Kerama-Inseln zu sehen?

Etwa von Januar bis März, manchmal bis Anfang April — die Winterwanderungssaison der Buckelwale.

Kann man auf den Kerama-Inseln das ganze Jahr über schwimmen?

Die Badesaison reicht in der Regel von Mai bis Oktober. Von Dezember bis März sinken Wasser- und Lufttemperatur unter 20 °C, weshalb die meisten Besucher dann eher zur Walbeobachtung wechseln.

Welche Inseln gehören zu den Kerama-Inseln?

Der Archipel umfasst insgesamt 36 Inseln, von denen nur vier bewohnt sind: Tokashiki, Zamami, Aka und Geruma. Seit dem 5. März 2014 steht der Großteil des Gebiets als Kerama-Shotō-Nationalpark unter Schutz.

Strände in dieser Region

Furuzamami Beach

Zamami, Japão
4.7 / 5
Kerama Blue