Die Riviera Maya erstreckt sich entlang der karibischen Küste von Quintana Roo, rund 40 km landeinwärts, zwischen Puerto Morelos im Norden und Tulum im Süden — eine Kette halbmondförmiger weißer Sandstrände, die alle 1 bis 10 km von kleinen Felsvorsprüngen unterbrochen wird. Der Name ist relativ jung: Bis 1999 hieß die Region noch "Cancún-Tulum-Korridor"; die heutige, an die italienische und französische Riviera angelehnte Bezeichnung geht auf Miguel Ramón Martín Azueta zurück, den damaligen Bürgermeister von Solidaridad.
Vor der Küste verläuft das Mesoamerikanische Barriereriff, das zweitlängste zusammenhängende Korallenriff der Welt, das nahe Cancún beginnt und sich nach Süden bis Guatemala erstreckt. Dieses Riff hält das Wasser bis an Strände wie Playa Paraíso in Tulum ruhig und klar.
Unter dem porösen Kalkstein der Halbinsel liegt ein Netz aus gefluteten Höhlen, das weltweit kaum seinesgleichen hat: Auf der Halbinsel Yucatán werden rund 10.000 Cenoten vermutet — natürliche Dolinen, die entstehen, wenn die Kalksteindecke einer Höhle einstürzt und den Grundwasserspiegel freilegt. Ohne Flüsse oder Seen an der Oberfläche waren diese Wasserlöcher die einzige Süßwasserquelle der alten Maya; mehrere davon in der Nähe von Tulum, darunter der Gran Cenote und das System Dos Ojos, sind bis heute für Besucher zugänglich. Die Maya betrachteten Cenoten als Tore zu Xibalba, der Unterwelt, und als Wohnsitz des Regengottes Chaac; bis 2008 waren in der Region bereits über 700 km geflutete Gänge kartiert, darunter zwei der größten unterseeischen Höhlensysteme der Welt, Sac Actun und Ox Bel Ha. Geologen unterteilen Cenoten je nach Form und Einsturzstadium in vier Typen — krugförmige, senkrecht ummauerte, offene „Aguada“-Becken und Höhlenzugangs-Cenoten —, wobei der Höhlentyp bei Tauchern und Schnorchlern am beliebtesten ist.
Am südlichen Ende der Riviera Maya, im Gebiet der Gemeinde Tulum, erstreckt sich das Biosphärenreservat Sian Ka'an über 5280 km² Mangroven, Feuchtgebiete und Riff — UNESCO-Weltnaturerbe seit 1987 und Ramsar-Feuchtgebiet seit 2003 —, in dem noch Jaguare, Pumas, Tapire und Flamingos leben. Das Reservat umfasst rund 23 bekannte Maya-Fundstätten, darunter die Ruinen von Muyil, sowie die Überreste einer Decauville-Schmalspurbahn, die von 1905 bis 1932 Chicle transportierte.
Zwischen diesen beiden Enden liegen die Orte, die der Region ihr Gesicht geben: Playa del Carmen, 1995 noch ein Fischerdorf mit 17.621 Einwohnern, zählte 2020 bereits über 304.000 — heute das touristische Zentrum der Region, per Fähre mit Cozumel verbunden und um die Quinta Avenida, seine Fußgängereinkaufsstraße, organisiert — bereits 2017 zählte die Stadt über eine Million Touristen im Jahr, und das Kreuzfahrtterminal Calica liegt rund 10 km südlich des Zentrums; das ruhigere Puerto Morelos; Akumal, bekannt für seine Meeresschildkröten; und weiter südlich der Ort Tulum, direkt neben der einzigen großen befestigten Maya-Stadt auf einer Steilküste, der archäologischen Stätte von Tulum.
Die Durchschnittstemperatur liegt das ganze Jahr über bei 24-25°C. Die Regenzeit dauert von Mai bis November, wobei die Niederschläge an der Küste stellenweise 1500 mm im Jahr erreichen — der höchste Wert auf der gesamten Halbinsel Yucatán —, weshalb die Monate Dezember bis April meist trockener ausfallen. Haupteinstiegspunkt der Region ist der internationale Flughafen Cancún, rund 130 km von Tulum und 68 km von Playa del Carmen entfernt.
Die Region reicht von Puerto Morelos im Norden bis Tulum im Süden und umfasst Playa del Carmen, Puerto Aventuras und Akumal, auf rund 40 km landeinwärts entlang der Küste von Quintana Roo.
Auf der Halbinsel Yucatán werden schätzungsweise rund 10.000 Cenoten vermutet, viele davon in der Riviera Maya; zu den meistbesuchten in der Nähe von Tulum zählen der Gran Cenote und das System Dos Ojos.
Ja — das Reservat, UNESCO-Weltnaturerbe seit 1987, lässt sich im Rahmen genehmigter geführter Touren ab Tulum besuchen, meist per Boot durch seine Küstenkanäle und Lagunen.
Die Monate Dezember bis April sind meist trockener; die Regenzeit dauert von Mai bis November, mit den stärksten Niederschlägen in den wärmeren Monaten.