Nur wenige Bootsminuten vom Sand des Diani Beach entfernt, an der kenianischen Küste, verläuft ein Korallenriff nahezu parallel zur Küste, etwa 200 bis 500 Meter vor dem Ufer. Dieser rund dreistündige geführte Schnorchelausflug bringt Besucher vom Strand zu den artenreichsten Riffabschnitten — Maske, Schnorchel und Flossen inklusive — an Bord eines Motorboots oder eines traditionellen Dhaus, jenes Segelboottyps, der noch heute vor Mombasa, etwa 30 km nördlich, unterwegs ist.
Das Riff, das Diani Beach schützt, ist Teil des ausgedehnten Saumriffsystems an Kenias Küste, das sich vom Süden Somalias bis in den Norden Mosambiks erstreckt. Untersuchungen haben entlang der kenianischen Küste rund 200 Korallenarten dokumentiert, und allein Kwale County umfasst etwa 50.000 Hektar Riff, wovon 30 bis 40 % von lebender Koralle bedeckt sind. Nahe der Küste begegnen Schnorchler häufig Papageifischen beim Abweiden der Koralle, Clownfischen in ihren Anemonen, Muränen, die aus Felsspalten hervorlugen, und mit etwas Geduld Oktopussen, die auf dem Riffgrund die Farbe wechseln. Weiter draußen, wo das Wasser tiefer wird, tauchen größere Arten auf — Zackenbarsche, Barrakudas und gelegentlich ein Riffhai — ebenso wie Grüne Meeresschildkröten und Karettschildkröten, die an den Seegraswiesen am Riffrand grasen.
Bei Ebbe liegen manche Abschnitte des Diani-Riffs in nur etwa einem Meter Wasser, und das südliche Ende des Strandbogens gilt lokal als die Stelle, an der das Riff der Küste am nächsten kommt — flach genug für einen Einstieg direkt vom Strand aus. Die meisten geführten Ausflüge fahren jedoch zehn bis fünfzehn Minuten mit dem Boot zu ein oder zwei Stellen am äußeren Riff, wo Sichtweite und Korallenvielfalt in der Regel besser sind als in den stark besuchten Flachwasserzonen. Riffverträglicher Sonnenschutz, ein Shirt oder ein dünner Neoprenanzug gegen die Sonne sowie Riffschuhe für den Einstieg bei Ebbe sind empfehlenswert — auf lebende Koralle zu treten schadet ihr und kann nackte Füße verletzen.
An der Küste von Diani gibt es zwei ausgeprägte Windperioden: den Kaskazi aus Nordost zwischen Dezember und März, meist ruhiger, und den Kusi aus Südost von Mitte Juni bis Oktober, der mit 18 bis 25 Knoten böig wehen kann. Ortskundige Guides nennen Juli bis Oktober — nach der langen Regenzeit von März bis Juni — als Zeitraum mit der besten Sicht unter Wasser, da der Abfluss der Küstenflüsse dann nachlässt. An Tagen mit starkem Kusi-Wind kann die Bootsfahrt entsprechend unruhiger ausfallen.
Anders als der Watamu-Meeresnationalpark, rund 120 km weiter nördlich an der Küste — seit 1979 UNESCO-Biosphärenreservat und einer der ersten vom Kenya Wildlife Service verwalteten Meeresparks, ausgewiesen 1968 —, besitzt das Riff vor Diani Beach keinen formellen Schutzstatus. Das bedeutet freien, uneingeschränkten Zugang, aber auch stärkere Belastung durch Ankerschäden und etwas Fischereidruck. Wer ein rechtlich strenger geschütztes Riff sucht, findet es weiter südlich im Kisite-Mpunguti-Meeresnationalpark bei Shimoni — etwa eine Bootsstunde von Diani entfernt und meist als separater Tagesausflug angeboten, getrennt von diesem kürzeren Ausflug zum Riff direkt vor Diani.
Sie müssen kein erfahrener Schwimmer sein, sollten sich aber im offenen Wasser wohlfühlen und immer die vom Anbieter gestellte Schwimmweste oder Boje tragen, besonders beim Schwimmen zum äußeren Riff.
Der Richtpreis von 28 € umfasst in der Regel Maske, Schnorchel und Flossen sowie den Bootstransfer zum Riff; klären Sie bei der konkreten Buchung immer mit dem örtlichen Anbieter ab, was genau enthalten ist.
Ortskundige Guides empfehlen Juli bis Oktober, nach der langen Regenzeit, für die beste Sicht unter Wasser; von Dezember bis März sorgt der ruhigere Kaskazi-Wind ebenfalls oft für ein flacheres Meer.
Nein. Anders als der Watamu-Meeresnationalpark oder der Kisite-Mpunguti-Meerespark hat das Riff vor Diani Beach keinen formellen gesetzlichen Schutzstatus.