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Covetrip / Journal / Familien

Strände mit knietiefem Wasser

6 Min. Lesezeit Aktualisiert Juni 2026 Marta Ribeiro

Nicht jedes flache Wasser entsteht auf die gleiche Weise. Der häufigste Mechanismus ist geologisch: An einem Saumriff ist der Abschnitt nächst dem Ufer — das sogenannte Riffdach (reef flat) — der flachste und breiteste Teil des gesamten Riffs, bei Ebbe manchmal sogar trockenliegend, und genau er bricht die Dünung, bevor sie den Strand erreicht. Auf manchen Granit- oder Vulkaninseln ohne Riff entsteht der gleiche Effekt stattdessen durch eine geschützte Lagune oder einen sehr sanft abfallenden Sandboden. Wir haben drei reale Strände mit überprüften Quellen zusammengestellt, an denen dieser Effekt besonders ausgeprägt ist — und was man über Gezeiten und Sicherheit wissen sollte, bevor man ein Kind allein hineinlässt.

Anse Source d'Argent, Seychellen — knietiefes Wasser auf hunderten Metern

An der Südwestküste von La Digue auf den Seychellen schützt ein Riff die Bucht und hält das Wasser zwischen den rosa Granitblöcken, die dem Strand seinen Namen geben, auf hunderten Metern bei etwa einem halben Meter Tiefe — etwa knietief. Die Gezeiten verändern alles: nahe der Ebbe liegen Sandstreifen zwischen den Felsen fast trocken; nahe der Flut bedeckt das Wasser sie bequemer zum Waten oder Schwimmen. Der Zugang erfolgt nur zu Fuß, durch die frühere Plantage L'Union Estate, gegen Eintritt.

Elafonissi, Kreta — 30 cm bis zum Inselchen

An der Südwestküste Kretas ist die Lagune, die den Hauptstrand vom kleinen Inselchen trennt, das Elafonissi seinen Namen gibt, unter normalen Bedingungen etwa 30 cm tief — flach genug, um bei ruhiger See hindurchzuwaten. Genau dieses geschützte, flache Wasser, mehr als die offene Meerseite, macht den Ort bei Familien mit kleinen Kindern beliebt; auf der exponierten Seite kann der Wind Wellengang verursachen.

Plage de Matira, Bora Bora — dutzende Meter, ohne den Boden zu verlieren

In Französisch-Polynesien hat Bora Boras einziger wirklich öffentlicher Strand, die Plage de Matira, eine Lagune mit sandigem Grund, die über eine gute Strecke flach bleibt — man kann dutzende Meter waten, ohne den Boden zu verlieren. Einheimische nennen sie manchmal „das Aquarium": schon wenige Meter vom Ufer entfernt sieht man häufig Falterfische, Papageifische und Doktorfische, besonders an den Felsvorsprüngen an beiden Enden des Strands.

Die Gezeit entscheidet

Keiner dieser drei Strände ist rund um die Uhr oder das ganze Jahr über gleich flach. Bei Anse Source d'Argent entscheidet der Unterschied zwischen Ebbe und Flut, ob man auf nassem Sand geht oder schwimmt; bei Elafonissi ist das Waten zum Inselchen nur bei ruhiger See sicher — Wind und Dünung ändern das schnell; bei Matira ist die Lagune durch das vorgelagerte Riff geschützt, aber die Strömungen an den Felsvorsprüngen an den Enden sind stärker als im mittleren, sandigen Abschnitt. Bevor man ein Kind allein hineinlässt, lohnt es sich immer, vor Ort nach der Gezeit und den Bedingungen des Tages zu fragen.

Flach heißt nicht sanfte Sonne

Ein selten erwähnter Effekt von sehr flachem Wasser ist die Sonnenexposition: Bei so geringer Tiefe zur Absorption und Streuung des Lichts erhöht die Reflexion an der Oberfläche und am hellen Sandboden die UV-Strahlung für alle, die im Wasser stehen, statt sie zu verringern. Sonnencreme, ein Hut und das Meiden der Mittagssonne sind in einer 30 cm tiefen Lagune genauso wichtig wie an jedem anderen Strand.

Wie man wählt

Alle drei Strände lösen dasselbe Problem — flaches Wasser über eine lange Strecke — auf leicht unterschiedliche Weise: ein Korallenriff bei Anse Source d'Argent, eine von einem Inselchen abgeschlossene Lagune bei Elafonissi und ein sanft abfallender Sandboden, geschützt durch ein vorgelagertes Riff, bei Matira. Keiner garantiert absolute Sicherheit bei jeder Gezeit oder jedem Wetter — es lohnt sich immer, vor Ort nachzufragen, bevor man ein Kind unbeaufsichtigt hineinlässt.

Häufige Fragen

Ist das Wasser den ganzen Tag flach?

Nein. An allen drei Stränden verändert die Gezeit die Tiefe deutlich — bei Anse Source d'Argent und Elafonissi ist der Unterschied zwischen Ebbe und Flut der wichtigste Faktor dafür, ob ein sicheres Durchwaten möglich ist.

Bedeutet flaches Wasser, dass es für Kinder ohne Aufsicht sicher ist?

Nicht unbedingt. Flaches, ruhiges Wasser verringert das Ertrinkungsrisiko im Vergleich zu tiefem Wasser, beseitigt aber weder Strömungen nahe Riffen oder Felsvorsprüngen (wie an den Enden von Matira) noch die zusätzliche Sonnenexposition durch Reflexion. Die Aufsicht eines Erwachsenen bleibt notwendig.

Welcher der drei Strände hat das flachste Wasser?

Laut den geprüften Quellen ist Elafonissi durchgehend am flachsten — etwa 30 cm zwischen Hauptstrand und Inselchen unter normalen Bedingungen. Anse Source d'Argent erreicht einen halben Meter, aber über eine längere Strecke (hunderte Meter); bei Matira nimmt die Tiefe über dutzende Meter allmählicher zu.

Empfohlene Strände

Ausgewählt von der Redaktion.

Praia da Marinha

Algarve, Portugal

Bondi Beach

Bondi, Sydney, Australia

Plage de Matira

Bora Bora, Polinésia Francesa